Nachrichten aus dem Verein und vereinsübergreifende Nachrichten

Heft 2 der „Heimatblätter“ veröffentlicht

 

Heimatblätter 2018Heimatblätter 2018 

Inhalt:

 

 

Der Banner der freiwilligen Sachsen (Barbara Sieblist)

 

Neue Erkenntnisse über die Geschichte des Zisterzienser-Nonnenklosters Sankt Georgii zu Kelbra vom Ende des 15. Jahrhunderts bis zu seiner Aufhebung (Jürgen Pichl)

 

Die Burg Oberröblingen und ihre Besitzer  (Hartmut Müller)

 

Die Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt Und Thüringen ehemals Schwarzburg-Rudolstadt und Preußen vom Hüfler bei Kelbra bis zum Eulengeschrei bei Tilleda (Michael Richter)

 

Neue Erkenntnisse zur Sangerhäuser Industriegeschichte – Ergänzende Details zum zweiten Sangerhäuser Eisenhammer und die Suche nach dem Standort des ersten Eisenhüttenbetriebes bei Sangerhausen (Gerhard Heinrich)

 

Rundwanderung in der Allstedter Flur (Werner Reich)

 

Vereinsaktivitäten (Vereinschronik) (Sophie Rohland)   

ISBN 978-3-95966-296-3

Verlag Rockstuhl

Preis 9,95 Euro

Jahreshauptversammlung zum Planen genutzt

Roßla. Am 13. Januar 2018 trafen sich 23 Vereinsmitglieder und 12 Gäste zur Jahreshauptversammlung im Saal der Verwaltung des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz in Roßla.
In diesem Jahr wächst der Verein um zwei neue Mitglieder: Damit hat der HuG „Goldene Aue" wieder 35 Mitglieder.
Anhand zahlreicher Bilder konnten die Mitglieder das Jahr Revue passieren lassen. Höhepunkt des Vereinsjahrs war die Aufstellung des neuen Erinnerungssteines für den am 19. Oktober 1884 ermordeten Förster Carl-Friedrich Rose. Die Vereinsmitglieder Manfred Schröter und Manfred Wirth hatten sich dieser Aufgabe gewidmet. Gern erinnerten sich die Vereinsmitglieder an die Vereinsfahrten in das Zisterzienser Kloster Walkenried und in das Schloss Neuaugustusburg nach Weißenfels zur Ausstellung „Dynastiegewitter", die von Sophie Rohland organisiert wurden.
Dr. Elke Stolze, Reformationsbeauftragte des Landkreises Mansfeld-Südharz, bedankte sich bei den Vereinsmitgliedern für die Mitgestaltung des Jubiläumsjahres.Dr. Elke Stolze, Reformationsbeauftragte des Landkreises Mansfeld-Südharz, bedankte sich bei den Vereinsmitgliedern für die Mitgestaltung des Jubiläumsjahres.Dr. Elke Stolze, die Reformationsbeauftragte des Landkreises Mansfeld-Südharz, bedankte sich bei den Mitgliedern des Heimat- und Geschichtsvereins „Goldene Aue" für die aktive Unterstützung bei Veranstaltungen im Reformationsjubiläumsjahr.
Auch Christiane Funkel, Leiterin des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz, resümierte eine positive Zusammenarbeit. Im vergangenen Jahr waren dies besonders neun Wanderungen unter dem Motto „Geschichte erleben im Biosphärenreservat", bei denen über 400 Personen teilnahmen. Nicht zu vergessen sei auch die Pflanzung der Luther-Linde an der Sankt-Trinitatis-Kirche in Roßla, die im Vorfeld der 11. Herbsttagung des Biosphärenreservates stattfand. Gemeinsam erarbeitete man auch den Antrag für die Anerkennung des Questenfestes als Immaterielles Kulturerbe durch die UNESCO Deutschland.
In der Diskussion positionierten sich die Vereinsmitglieder eindeutig für eine weitere Unterstützung des Spengler-Museums in Sangerhausen.

23 Mitglieder und 12 Gäste nahmen in diesem Jahr an der Jahreshauptversammlung im Saal des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz teil.    23 Mitglieder und 12 Gäste nahmen in diesem Jahr an der Jahreshauptversammlung im Saal des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz teil.

Übergabe des Rose-Gedenksteines am 19. Oktober 2017

Unweit des Gietenkopfes, im sogenannten Königsholz, stand ein Gedenkstein. Dieser erinnerte an die Mordtat des „übelbeleumdeten Lumpensammlers und Wilddiebes Friedrich Ulrich aus Tilleda an dem 59-jährigen Waldhüter Carl Rose, ebenfalls aus Tilleda.
Dies geschah vor 133 Jahren am 19. Oktober 1884, einem Sonntag.
Die Beisetzung des Ermordeten erfolgte am 22. Oktober auf dem Friedhof in Tilleda. Er wurde unter großer Anteilnahme der Einwohner bestattet.
Über die Tat ist folgendes Bekannt: Rose begab sich nachmittags 3 Uhr in den Forst, kehrte aber nicht zu der bestimmten Stunde zurück. Seine Frau, welche nichts Gutes ahnend angstvoll Stunde auf Stunde vergeblich wartete, ließ darauf nach ihm suchen, doch war nirgends eine Spur von ihm zu finden. Erst nachdem vom Gemeindevorsteher eine große Schar von Suchern aufgeboten wurde, fand man ihn leblos im dichten Walde.
Ein in der Nähe liegender Rehbock ließ darauf schließen, dass die Wilderer beim Forstfrevel ertappt und, um der Strafe zu entgehen, den Forsthüter erschossen haben. Man hatte den Leichnam mit Laub und Zweigen bedeckt. Die Untersuchung ergab, dass der Schuss in die Brust sofort tödlich gewesen ist, die Ladung bestand aus gehacktem Blei.
Das Gewehr des Waldhüters Rose war verschwunden, wohl aber hat man an dem Tatorte einen modern gearbeiteten Stock aufgefunden, welcher zur Entdeckung des oben erwähnten bereits mehrfach vorbestraften Wilddiebes Ulrich führte.
Ulrich machte, ehe die Untersuchung abgeschlossen war, seinem Leben durch Erhängen im Gefängnis von Frankenhausen selbst ein Ende.

Der alte RosesteinDer alte RosesteinSeit 1886 stand im Waldteil „Rosestein" auf Befehl des Fürsten Georg Albert von Schwarzburg-Rudolstadt ein Denkstein für den „pflichtgetreuen und geistlich gesinnten Beamten". Diese Aufstellung erfolgte in Anlehnung an mittelalterliche Rechtsgewohnheiten, wo man für einen Ermordeten bzw. Verunglückten am Ort des Geschehens ein Steinkreuz setzen ließ.
Leider ist jener Rose-Gedenkstein seit Herbst 1984 verschollen.

Im März dieses Jahres entdeckte der Vorsitzende des Arterner Geschichtsvereins „Aratora" Andreas Schmölling einen abgelegten Stein auf dem Gelände des Bauhofes in Artern. Manfred Wirth aus Tilleda nahm ihn in Augenschein und fand ihn als neuen Rose-Gedenkstein geeignet.
Die Bürgermeisterin der Stadt Artern Christine Zimmer schenkte diesen abgelegten Stein dem Heimat- und Geschichtsverein „Goldene Aue". Der Bohr- und Geotechnik-Betrieb Alexander Nowak aus Tilleda holte ihn zur Bearbeitung nach Tilleda. Der ortsansässige Paul Meyer, links im Bild, meißelte die neue Inschrift ein. Seine Vorlage waren Fotografien des Originalsteines.

Am 7. Oktober haben Paul Meyer, Uwe Meier, Manfred Wirth, Michael Richter und Manfred Schröter diesen Stein aufgestellt.
Am 19. Oktober wurde das neue Denkmal an alter Stelle mit einer kleinen Zeremonie und musikalischer Umrahmung der Perforcehornbläser Stolberg unter Leitung von Frank Rudhardt im Beisein von über 50 Besuchern der Öffentlichkeit übergeben.

Der neue RosesteinDer neue Rosestein

Manfred Schröter sagte unter anderem: „Ein großes Dankeschön für die schnelle und unbürokratische Unterstützung unseres Vorhabens gebührt dem Forstamtsleiter Uli Klüßendorf vom Thüringer Forstamt Sondershausen sowie dem Revierleiter Jens Bracke des Reviers Bad Frankenhausen.
Wir übergeben den Rose-Gedenkstein, im Namen des Heimat- und Geschichtsvereins „Goldene Aue", in die Obhut des Thüringer Forstamts Sondershausen. Möge er den Waldteil „Rosestein" im Landesforst recht lange zieren und für die Erholungssuchenden ein beliebtes Wanderziel werden. Mögen sich zukünftige Generationen an die ruchlose Tat vor nunmehr 133 Jahren und an den Tag der Neuaufstellung im Reformationsjubiläumsjahr erinnern."

Zur Einweihung 2017Zur Einweihung 2017


Der Revierleiter Jens Bracke erinnerte an die waldwirtschaftliche Arbeit unserer Vorfahren und erläuterte die Hintergründe der vielen Wilddiebsgeschichten, welche durch die Not, besonderes in Krisen- und Kriegszeiten befördert wurden.
Der Leiter des Naturparks Kyffhäuser Dr. Jürgen Pusch sagte seine Unterstützung zur Aufstellung einer Informationstafel zu, da der Gedenkstein inmitten des Naturparks Kyffhäuser und unweit des Jugendwaldheimes Rathsfeld steht. Wir wünschen uns alle, dass das Umfeld zugänglich und gepflegt bleibt.
Die Vertreterin des Biosphärenreservates „Karstlandschaft Südharz" Karin Rost betonte die enge Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Geschichtsverein und Pfarrer i.R. Donald Hilbert sprach das „Vaterunser" im Gedenken.
Die Perforcehornbläser Stolberg unter der Leitung von Frank Rudhardt beendeten die Feier mit einem „Großen Halali".

Text: Manfred Schröter

historische Luftbilder

Liebe Freunde,

unter www.geoportal-th.de lassen sich neuerdings u.a. historische Luftbilder von 1945 und 1953 herunterladen.

Bereich nördlich bis Questenberg-Rottleberode. Maßstab ca. 1:50.000 bzw. 1:22.000.

TIF-Dateien bis 250 MB gross

Dazu auf Geoportalseite "Digitale Luftbilder und Orthophotos" auswählen, Auswahl einschränken : historische Luftbilder, bis 1953,

Bereich auf Karte heranzoomen, mögliche Bereiche werden dann angezeigt und können heruntergeladen werden.

Viel Erfolg damit wünscht Jürgen Pichl

 

 

„Auf den Spuren von Reformatoren im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz“

10. Herbsttagung

Die diesjährige, zweitägige Herbsttagung ist der Beginn einer Reihe von Veranstaltungen im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz anlässlich des 500jährigen Reformationsjubiläums im Jahre 2017.


Namhafte Geistliche aus der Südharzregion, wie Tileman Plathner, Thomas Müntzer, Johannes Spangenberg und allen voran Martin Luther, haben vor 500 Jahren als Reformatoren den Prozess einer kirchlichen Erneuerung begründet und umgesetzt. Sie stehen im Mittelpunkt der Vorträge.


Partner der Veranstaltung sind der Landkreis Mansfeld-Südharz, der Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e. V. und der Heimat- und
Geschichtsverein „Goldene Aue" e. V.

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